Die Firma Voigtländer wurde 1756 in Wien von Johann Christoph Voigtländer gegründet und zählt damit zu den ältesten bis heute bekannten optischen Unternehmen weltweit. Ursprünglich als Werkstatt für optische Instrumente und mathematische Geräte entstanden, entwickelte sich Voigtländer im 19. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Hersteller fotografischer Objektive und Kameras.
Einen Meilenstein setzte das Unternehmen 1840 mit dem ersten speziell für die Fotografie gerechneten Objektiv, dem Voigtländer-Petzval-Objektiv, das Maßstäbe in Lichtstärke und Bildqualität setzte. In der Folge gehörte Voigtländer zu den technologischen Wegbereitern der Fotografie.
Ab 1868 verlagerte Voigtländer seinen Schwerpunkt nach Braunschweig, wo sich das Unternehmen zu einem der wichtigsten deutschen Kameraproduzenten entwickelte. Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte Voigtländer Weltruhm durch hochwertige Kameramodelle wie die Bessa, Vitessa, Prominent sowie die zweiäugige Spiegelreflexkamera Brillant.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen Teil der Zeiss Ikon AG, später folgte eine Phase wechselnder Eigentümer. Trotz des Endes der klassischen Kameraproduktion blieb der Name Voigtländer bis heute als Synonym für optische Qualität und Präzision erhalten und lebt aktuell vor allem im Bereich hochwertiger Objektive weiter.
Gründung: 1756, Wien
Bedeutung: Pionier der Fototechnik und Objektivberechnung
Bekannt für: Hochwertige Kameras und Objektive
Ruf: Präzision, Innovation, optische Spitzenqualität
